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S h e l t i e m ä d e l N i c k i
- Die schlaue Jogginghündin -
Es kam der Tag, den ich so rasch nicht vergessen werde: Mo, 22. April 2002.
Am Vortag hatte ich erfolgreich (3h09) den Hamburg-Marathon absolviert und
so stand an jenem Montagvormittag zur Regeneration der müden Muskulatur
ein 5-km-Lauf im langsamsten Tempo auf dem Trainingsplan.

Eine gute Gelegenheit meiner Nicki so richtig Auslauf zu
gönnen. Also rein
mit ihr ins Fahrradkörbchen und Richtung Drehler Forsten geradelt. Nach
zwanzig Minuten erreichen wir das
abseits vom Verkehrslärm gelegene
Waldgebiet. Dort begegnet man an einem Montagvormittag höchstens Hase
und Igel. Das Fahrrad abgestellt und mit dem Kommando „fertig, los“
setzen
sich Herrchen und Vierbeiner in Bewegung. Nicki rast los wie eine Rakete
um sich dann verwundert umzuschauen, wie langsam
ihr Herrchen dahertrottet.
Schon kommt sie wieder angerauscht um auf den nächsten
Metern vor Aufregung
wie
ein Flummi auf und nieder zu springen und ihre pure Lust so richtig auszu-
leben.
Das angenehme Joggingtempo nutzt das Sheltiegirl um auch ganz beiläufig
ihre Geschäftchen zu erledigen und sich zu
erleichtern.
Doch dann geschieht es.................plötzlich zischt ein Häschen quer über den
Waldweg und Nicki
schnurstracks hinterher in die Büsche. In Sekundenschnelle
rufe ich mir die klugen Ratschläge aus der Hundeschule ins
Gedächtnis:
„Der Hund muss immer aufmerksam bleiben“
„Er soll DICH beobachten, nicht Du ihn“
„Ruf nur einmal komm und nicht öfter“
„Lauf Deinem Hund nicht hinterher“
Also rufe ich ein klares und bestimmendes „Nicki KOMM“, „Nicki HIERHER“ und
jogge weiter ..und weiter ...und weiter ...nach 400m drehe ich mich dann um, aber
wo ist mein Schatten? Keine Nicki weit und breit zu sehen!
Allen guten Tips zum Trotz wird mir langsam mulmig. “NICKI KOMM, NICKI
HIERHER“...ich rufe immer öfter, immer lauter ...doch von der kleinen Maus
nichts zu hören, nichts zu sehen.....
Jetzt keine Panik ...zurück an die Stelle, wo sie auf die Hasenjagd ging....aber
auch dort NICHTS.....Wie mag es ihr gehen? Irrt sie völlig orientierungslos
durch den Wald? Tausend Gefahren lauern doch dort auf das gutgläubige
Nesthäkchen. Wie und welche Suchaktionen kann ich starten ? Soll ich Ver-
stärkung holen? Völlig verzweifelt und konfus erreiche ich dann irgendwann
wieder die Stelle an der ich mein Fahrrad geparkt habe..........und glaube zu
träumen, denn neben dem Rad hockt................ die brave Nicki!!!!!!!!!!!!
Sie sieht mich mit den hübschen Mandelaugen an, als ob sie sagen will:
„Wird ja Zeit Herrchen, dass Du endlich kommst. Ich möchte jetzt nach Hause.“
Ich hab mir das Sheltiegirl geschnappt und ganz fest ans Herz gedrückt,
geknuddelt und .....ja ich geb’s zu, es kullern ein paar Freudentränen.
Der schlaue Vierbeiner ist doch tatsächlich ca. zwei Kilometer allein zurück-
getrabt und hat sich wohl gedacht, dass ihr Herrchen schließlich nach dem
Joggen wieder beim Fahrrad landen muss.
Mittlerweile ist Nicki eine begeisterte Sportlerin geworden und liebt es beim
Joggen dabei zu sein...........
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